Zahlungen mit Debit- und Kreditkarten haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Gemäss einer aktuellen Studie des Swiss Payment Monitors entfallen mittlerweile gut 60 Prozent aller Transaktionen auf Kredit- oder Debitkarten.

Diese Zahlungsdaten bieten Schweizer Händlern ein enormes Potenzial. Anhand der Payment Account Reference (PAR) können Zahlungsprofile erstellt werden. Die PAR-Nummer bleibt über Zahlungen hinweg gleich und wird bei jeder Transaktion übermittelt – unabhängig davon, ob die Debit- oder Kreditkarte physisch oder per Wallet genutzt wurde. Die Zahlungsprofile sind anonymisiert und lassen somit keinen Rückschluss auf die Person zu, die einkauft.

Wallee hat avolut beauftragt, diese Zahlungsdaten für ihre Kunden in einem Dashboard aufzubereiten. Dank unser  umfangreichen Erfahrung in der Analyse von Kundendaten waren wir schnell in der Lage, aussagekräftige Metriken zusammenzustellen.

Wie Händler ihre Kunden dank Zahlungsprofilen besser verstehen können

Retailer verfolgen Veränderungen im Umsatz mit Argusaugen. Doch nur selten machen sie sich Gedanken über die Kunden, die hinter diesem Umsatz stehen. Vielfach liegt das daran, dass sie Zahlungen nicht einzelnen Kunden zuordnen können. Mit den Zahlungsprofilen von Wallee können Händler jedoch Informationen gewinnen, die bislang nur durch ein Treueprogramm zugänglich waren.

Händler können folgende spannende Erkenntnisse aus diesen Daten gewinnen:

Mittels eines Customer-Cohort-Charts sehen Händler, wie viele neue Kunden pro Monat einkaufen und wie aktiv diese in den Folgemonaten bleiben. Der interaktive Cohort-Chart ermöglicht zudem, zwei Zeiträume zu vergleichen, in denen beispielsweise eine Kampagne lief, und festzustellen, welche neu gewonnenen Kunden anschliessend mehr beim Unternehmen einkaufen.

Der Dezil-Report gibt einen Überblick über die Konzentration der Kunden und darüber, wie viel umsatzstarke und weniger aktive Kunden pro Jahr beim Unternehmen ausgeben.

Mit den Zahlungsprofilen lässt sich zudem die Zeitdauer bis zum zweiten Einkauf analysieren. Dabei wird sichtbar, wie lange es dauert, bis ein Neukunde ein zweites Mal einkauft – ein wichtiger Indikator, um das Interesse am Unternehmen einschätzen zu können.

Des Weiteren lassen sich auch RFM-Analysen durchführen und Customer-Lifetime-Value-Berechnungen erstellen.

Wir schätzen das Know-how von avolut bei der Analyse von Kundendaten. Das Dashboard ermöglicht es Wallee-Kunden, einen vertieften Einblick in das Verhalten ihrer Endkunden zu erhalten.
Sascha Kruesi
Co-Founder & CPO Wallee Group

Omnichannel-Kaufverhalten verstehen

Die Zahlungsprofile geben zudem einen Einblick in das Online- und Offline-Kaufverhalten von Kunden. So lässt sich beispielsweise beobachten, wie viele Online-Erstbesteller später auch offline einkaufen und umgekehrt.

Ein Ausblick: Wie kann man Payment-Daten für Loyalty einsetzen?

Zahlungsdaten lassen sich mit dieser Methode optimal für Treueprogramme einsetzen. So ist es beispielsweise möglich, dass ein Kunde im Treueprogramm seine Zahlungskarte hinterlegt und fortan bei jeder Zahlung mit dieser Karte Treue-Rewards sammelt. Dies erspart das Vorzeigen einer Kundenkarte an der Kasse.

Weiter lassen sich für Händler spannende Fragen rund um Loyalty beantworten. Mit einem Treueprogramm können Händler sehen, wie viel Umsatz ihre Kunden generieren. Jedoch ist es schwierig zu ermitteln, wie viel Geld Kunden ausgeben, die nicht am Treueprogramm teilnehmen. Mit den Zahlungsprofilen, die Wallee bereitstellt, lassen sich diese Fragen nun beantworten, da sie für alle Kunden erstellt werden, die beim Unternehmen einkaufen.

So lässt sich auch die Frage beantworten, wie sich die Ausgaben eines Kunden verändern, wenn er einem Treueprogramm beitritt.

Die Dashboard-Umsetzung

Zusammen mit Wallee haben wir uns entschieden, zunächst einen Prototypen bereitzustellen, um die Auswertungen zeitnah mit Händlern zu besprechen und deren Feedback einzuholen. Für diese erste Umsetzung fiel die Wahl auf eine Kombination aus Snowflake für die Datenspeicherung und Metabase für die Datenvisualisierung.

Die Zahlungsdaten werden nächtlich in Snowflake abgelegt. Der flexible Ansatz von Metabase ermöglicht es uns, die Visualisierung der Zahlungsprofile auch zu einem späteren Zeitpunkt mittels Embedded BI im Kunden-Backend von Wallee bereitzustellen.

Wallee: Mit Payment-Daten Kunden verstehen

Wallee: Mit Payment-Daten Kunden verstehen

Wallee: Mit Payment-Daten Kunden verstehen

Wallee: Mit Payment-Daten Kunden verstehen

Graf, S., Heim, N., Stadelmann, M. & Trütsch, T. (2026): Swiss Payment Monitor 2026 – Wie bezahlt die Schweiz?
https://www.swisspaymentmonitor.ch/aktuelle-ergebnisse

+55 %

Zunahme von Debitkarten-, Kreditkarten- und Wallet-Zahlungen seit 2019 in der Schweiz

60 %

Des Umsatzes von Wallee-Kunden können mit Zahlungsprofilen analysiert werden

wallee.ch

 

 

Wie gut verstehen Sie Ihren Kundenstamm?

Gerne besprechen wir mit Ihnen, wie Sie mehr aus Ihren Kundendaten herausholen können.

Mike Walder

Head of Loyalty, Partner

Porträt von  Mike Walder

Data Intelligence Use Cases & News